
Schweizerinnen gegen USA nicht belohnt
Die Schweizerinnen hielten gegen die US-Amerikanerinnen lange Zeit stark mit. Am Ende entschied das Kräfteverhältnis.
Andrea Brändli, die Schweizer Torhüterin, stand bereits früh unter Druck und stoppte in der fünften Minute einen Abschluss von Taylor Heise bravourös. Kurz darauf musste sie, die die beiden bisherigen Spiele verpasste, ein erstes Mal hinter sich greifen. Nach einem gewonnenen Bully in der Angriffszone passte Caroline Harvey den Puck aus der Ecke zu Haley Winn, die ihn erlief und Brändli mit dem ersten Pass überwand. Die Schweizerinnen hatten noch vor Drittelhälfte die Chance auszugleichen, doch der Schuss von Ivana Wey landete an der Torumrandung. Die Torhüterinnen standen je länger je mehr im Fokus. Auch auf der Gegenseite ließ Gwyneth Philips die Schweizerinnen verzweifeln, die mit einer wunderschönen Parade gegen den Ablenker vor dem Tor rettete.
Nach Beginn des Mittelabschnitts trafen auch die US-Amerikanerinnen Metall. Harveys Schuss streifte den Pfosten. Die Favoritinnen drückten auf den zweiten Führungstreffer. Lange liess Andrea Brändli sie mit ihrem Vorhaben verzweifeln, ehe das 0:2 doch noch folgte. Joy Dunne eroberte den Puck hinter dem gegnerischen Tor und beförderte ihn in den Torraum, wo Stefanie Wetli unglücklich ins eigene Tor ablenkte. Nichtsdestotrotz spielten die Schweizerinnen bis zur zweiten Pause auf Augenhöhe mit und Andrea Brändli zeichnete sich mehrmals mit starken Paraden aus.
Im Schlussabschnitt schien es, als ob die Kräfte nachließen. Bereits in der 42. Minute erhöhte die USA auf 3:0 durch Hannah Bilka. Es war die Vorentscheidung. Obschon kurz darauf das vermeintliche 4:0 aufgrund einer Goaliebehinderung korrekt aberkannt wurde, war es um die Aufholjagd geschehen. Die Amerikanerinnen hatten mehr Energie im Tank und trafen innert 68 Sekunden bis zur 48. Spielminute noch zweimal. 5:0 das Endergebnis. Aufgrund des Gezeigten aus den ersten 40 Minuten ist dies zu hoch ausgefallen.
Foto: Olympia 2026