ZSC mit einem Bein im Halbfinal – das Léman-Derby ist gehässig

von 26.März 2026National League

Die ZSC Lions (Foto) bauen ihre Führung in der Serie gegen Lugano zum 3:0 aus und stehen vor dem Einzug in den Halbfinal. Die Serie zwischen Servette und Lausanne endete heute mit einem Break der Waadtländer. In der äusserst gehässig geführten Serie führt der Lausanne HC nun mit 2:1.

In der „Léman-Serie“ zwischen Servette und Lausanne ist so richtig Zunder drin. Schon in den bisherigen zwei Partien gab es Gehässigkeiten und Prügeleien. Und heute ging es im gleichen Takt weiter. Vor allem im Schlussdrittel eskalierte die Partie, es wurde extrem gehässig gespielt. Insgesamt 48 Strafminuten wurden nur gerade im Schlussdrittel ausgesprochen. Strafen für übertriebene Härte und für unsportliches Verhalten waren an der Tagesordnung. Servette verzeichnete nur in diesem dritten Drittel 8, Lausanne immerhin auch 5 Strafen.  Schliesslich gelang Lausanne heute Abend das Break in Genf. Die Waadtländer gewannen auswärts 2:5 und führen nun die Serie im Léman-Derby mit 2:1 an.

In der anderen Serie des Abend stellten die ZSC Lions dank einem souveränen 4:0 Sieg gegen Lugano die Serie auf 3:0 und die Lions sind damit schon mit einem Bein im Halbfinal. Die ganze Saison hindurch glänzten die Lions nicht mit Konstanz. Auf gute Phasen folgten immer mal wieder schlechtere Spiele. Zum Schluss der Regular Season konnte sich der ZSC steigern und beendete diese dann doch noch auf dem 4. Rang. Und nun in den Playoffs haben die Lions wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Auch heute war der Sieg der Lions nie in Gefahr. Andrighetto und Trutmann eröffneten den Torreigen im ersten Drittel. Lammikko (21. Minute) und Sigrist (51. Minute) rundeten den ungefährdeten Zürcher Sieg ab.

Trotzdem gingen die Zürcher mit einer Sorge nach Hause. Sven Andrighetto prallte in der 38. Minute mit Rüdolfs Balcers zusammen und kehrte danach nicht mehr aufs Eis zurück. Andrigehttos Einsatz in der nächsten Partie am Freitag ist somit fraglich. Trotzdem dürften sich die Zürcher diese Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen.

In allen vier Serien sind nun drei Partien absolviert. Bei zwei Serien scheint die Sache gelaufen. Davos, gegen Zug und die ZSC Lions, gegen Lugano dürften sich durchsetzen. Weniger eindeutig ist die Sache in  den beiden anderen Serien. Die gehässige Serie zwischen Servette und Lausanne wird an jene Mannschaft gehen, die ihre Nerven besser im Griff hat.  Zumindest heute war das Lausanne.

Und in der Serie zwischen Rapperswil und Gottéron – Rapperswil führt aktuell 2:1 – wird Vieles davon abhängen, ob es Gottéron gelingt, in die Serie zurück zu kehren. Zurückkehren können die Üechtländer nur, wenn sie zusammen und solidarisch spielen und als geeintes Team auftreten.  Und das wird wiederum nur gelingen, wenn der Freiburger Coach seine Garderobe nicht schon verloren hat.

Es bleibt spannend und eishockey-online.ch begleitet euch weiterhin.

 

Servette – Lausanne  2:5 (1:2; 0:1; 1:2)
ZSC – Lugano               4:0 (2:0; 1:0; 1:0)

Foto: justpictures.ch