
Wieder ein Break
Die Serie von Breaks geht in diesem Playoff Final weiter. Heute, in der dritten Partie der Serie gewann wieder der Gast. Gottéron musste heute allerdings lange warten, bis der Sieg feststand. Doch was lange währt, kam für Gottéron gut. In der 89. Minute erzielte die Freiburger Nummer 86 das erlösende Siegtor. Julien Sprunger (Foto), die Freiburger Eishockey Legende hatte getroffenen und so Gottéron in der Serie wieder mit 2:1 in Führung geschossen.
In der ersten Partie der Serie letzten Samstag in Davos erwischte Davos einen schlechten Start, der letztlich zum Sieg Gottérons führte. Gottéron war bis zur 40. Minute 0:3 in Führung gegangen und sie brachten den Sieg über die Zeit. Und vor zwei Tagen hatte Gottéron einen schlechten Start. Davos führte in Freiburg nach vier Minuten bereits mit 0:2 und auch die Davoser brachten diesen Sieg über die Zeit. Die heutige Partie gestaltete sich ausgeglichener. Keine der beiden Mannschaften konnte einen vorentscheidenden Vorsprung herausspielen.
Nach 14:48 ging Gottéron durch ein Tor des Schweden Marcus Sörensen auf Pass von Lucas Wallmark 0:1 in Führung. Nur gerade 13 Sekunden später konnte Simon Knak für die Davoser die Partie allerdings wieder ausgleichen. Dann dauerte es bis zur 29. Minute ehe Filip Zadina die Davoser Hausherren in Front brachte. Beide Teams spielten in den offiziellen 60 Minuten sehr diszipliniert und liessen sich nur weniger Strafen aufbrummen. Eine einzige Strafe gegen Davos, nur deren drei gegen Gottéron. In der 48. Minute war es dann wieder das Duo Wallmark – Sörensen, das für Freiburg den Ausgleich erziehlen konnte. Dieses Mal war Wallmark der Torschütze.
Mit dem Resultat von 2:2 ging es dann in die Verlängerung. Um es vorweg zu nehmen. Die erste Verlängerung brachte keine Entscheidung und so stand es auch nach 80 Minuten noch 2:2. Davos hatte in dieser ersten Verlängerung mehr Spielanteile, befand sich mehr in der gegnerischen Verteidigungszone als sein Freiburger Gegner. Und die Davoser Überlegenheit war sehr deutlich, dies belegte auch die Schussstatistik. 14:3 zugunsten Davos in dieser ersten Verlängerung. Doch die klareren Torchancen hatten die Freiburger. Denn 2 ihrer 3 Abschlüsse landeten am Davoser Pfosten. Insofern war der ausgeglichene Spielstand nach 80 Minuten durchaus OK. Davos hatte deutlich häufiger geschossen, Freiburg war aber zweimal nur einige Millimeter vom Siegtreffer entfernt.
So ging es in die zweite Verlängerung und beide Teams übten sich logischerweise weiterhin in Disziplin. In der 89. Minute wurde die Partie dann entschieden. Aus Freiburger Sicht ist die Geschichte wohl zu schön um wahr zu sein. Die Gottéron-Legende Julien Sprunger belegte einmal mehr seine Wichtigkeit. Er bekam einen Pass von der blauen Linie, nahm diesen Pass mit dem Schlittschuh an, legte die Scheibe auf seinen Stock und versenkte diese mit einem Schuss in die hohe nahe Ecke zum vielumjubelten Siegtor für Gottéron. Der mysport Experte Sven Helfenstein meinte zwar, es sei auch Glück gewesen. Aber all das ist völlig egal. Jedes Glück muss erarbeitet sein und mit Sprunger erzielte der „Richtige“ dieses game winning goal.
Sprunger erzielte damit in seinem 1118. Spiel in der National League sein 401. Tor und damit seinen 797. Scorerpunkt. „Das Gefühl ist unglaublich, aber die ganze Mannschaft hat eine unglaubliche Leistung gezeigt“, verteilte Julien Sprunger im Interview bei mysports die Blumen gleich weiter an seine Mannschaftskollegen. Die heutige Partie hat beidseitig Kraft gekostet, umso wichtiger wird die Regeneration sein. Dazu nochmals Julien Sprunger: „Ein 20-Jähriger wird wohl schneller regenerieren als ich mit 40. Aber es ist für alle das Gleiche.“ Womit er recht hat. Weiter geht’s am Freitag Abend in Freiburg.
HC Davos – Fribourg Gottéron 2:3 n.V. (1:1 |1:0 |0:1)
Tore:
0:1 | 15.| Marcus Sörensen (Wallmark)
1:1 | 16.| Simon Knak (Parrée)
2:1 | 29.| Filip Zadina (Frehner, Aeschlimann)
2:2 | 48.| Lucas Wallmark (Sörensen)
2:3 | 89.| Julien Sprunger
Zuschauer
6’547 Zuschauer
zondacrypto-Arena, Davos-Platz GR
Foto: justpictures.ch