
Davos schafft das Rebreak
Davos antwortet auf die Niederlage in Spiel 1: Die Bündner legten einen Blitzstart hin und führten nach knappen vier Minuten mit 2:0. Ein Doppelschlag der untermauerte, wie vehement die Davoser auf die erste Niederlage vom Samstag reagierten. Mit dem frühen Doppelschlag und einer kontrollierten Leistung über 60 Minuten holt sich der HCD den Auswärtssieg in Fribourg und schafft den Rebreak. Sie überzeugen defensiv und liessen dem Gegner kaum ein Weg ins – und vor allem keines zurück – ins Spiel.
Am Line-up nahm HCD-Coach Josh Holden für Spiel 2 keine Änderungen vor – und seine Mannschaft legte einen Traumstart hin. Bereits nach 2:03 Minuten eröffnete Kessler das Skore: Nach einem Fehlpass der Freiburger stand er allein vor Berra und verwertete eiskalt. Davos blieb dran – und legte nach. Dahlbeck profitierte von einem eigentlich für Stransky gedachten Pass und traf nur wenig später zum 0:2. Mit aggressivem Forechecking setzte der HCD die Gastgeber früh unter Druck und liess Fribourg kaum ins Spiel kommen.
Davos trat so auf, wie sie es zuletzt zu Hause erst im dritten Drittel vermocht hatten, umzusetzen. Erst nach rund acht Minuten meldeten sich die Hausherren erstmals offensiv – Aeschlimann parierte stark gegen Bertschy, war kurz darauf beim Anschlusstreffer zum 1:2 (12.) jedoch geschlagen. In der Folge öffnete sich die Partie etwas, auch bedingt durch die ersten Strafen auf beiden Seiten. Zählbares resultierte zunächst nicht – bis Davos kurz vor Drittelsende erneut zum Powerplay kam und dieses Mal zuschlug: Im Frick stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (18.).
Fribourg startete mit 25 Sekunden Powerplay aus dem ersten Drittel in den Mittelabschnitt. Es war das insgesamt 8. ungenutzte Powerplay der Saanestädter in der Serie. Wegen zu vielen Spielern auf dem Eis, verhalfen sie kurz darauf Davos zur nächsten Überzahl. Auch wenn Davos diese Möglichkeit nicht nutzen konnte, bestimmten die Bündner das Spielgeschehen weitgehend. Der HCD trat kompakt auf, liess auch in Unterzahl kaum etwas zu und kontrollierte Gottéron. Wenn schon das Momentum in den letzten sechs Minuten vor der Pause kippte, Fribourg baute Druck auf: Zuerst scheiterte Sprunger an Aeschlimann, auch im Nachsetzen, und wenig später traf Seiler nur den Pfosten. Trotz allem, es bleib beim torlosen zweiten Drittel.
Ein weiterer Pfostenschuss von Fribourg eröffnete Drittel Nummer drei in Sachen Torchancen, blieb aber weiterhin ohne Torerfolg. Mit zwei Treffern im Rückstand versuchten die Gastgeber den Druck zu erhöhten, liefen jedoch immer wieder in die kompakte Davoser Defensive. In der 49. Minute handelte sich Fribourg die nächste Strafe ein – doch auch das Powerplay des HCD blieb wirkungslos. So blieb es für das Publikum in der BCF Arena nach dem Treffer in der 18. Minute lange ruhig.
In der Schlussphase warf Fribourg nochmals alles nach vorne: 3:50 Minuten vor Schluss bot sich eine Überzahlchance, wenig später ersetzte Berra seinen Platz im Tor durch einen sechsten Feldspieler. Doch Davos liess sich den Sieg nicht mehr nehmen, verteidigte abgeklärt, nutze immerhin ein Powerplay und verdiente sich, nach abgeklärter, effizienter Spielweise das Rebreak.
Foto: KEYSTONE/Melanie Duchene