Die Schweiz startet eindrücklich in die WM

von 15.Mai 2026Nationalmannschaften

Die Eishockey WM in der Schweiz ist eröffnet und gleich zu Beginn hat die Schweizer Nati die Möglichkeit für Wiedergutmachung. Wiedergutmachung für die Finalniederlage vom letzten Jahr gegen den heutigen Gegner USA. Und diese Wiedergutmachung gelang auf eindrückliche Art und Weise. So, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer zu später Stunde die Arena freudig verlassen hatten (Foto). 

Bereits nach 2 Minuten und 3 Sekunden jubelte die Schweiz ein erstes Mal. Pius Suter hatte die Schweiz nach einem flüssig vorgetragenen Angriff in Führung gebracht. Es war die erste offensive Möglichkeit überhaupt und diese wurde bereits mit einem Tor belohnt. Pius Suter, der übrigens den wohl kürzesten Anfahrtsweg aller Akteure hat. 5 Minuten braucht er und dies mit dem Velo bis er im Stadion ist.

Die Schweizer hatten in diesem ersten Drittel auch die Defensive im Griff. Ein ums andere Mal liefen die Amerikaner erfolglos an. Und wenn die Defensivabteilung überlaufen wurde, war da immer noch ein brillanter Goali. Leonardo Genoni. In der Offensive war die Schweiz nach wie vor sehr aktiv und gefährlich.

In der 12. Minute schaltete die Schweiz einmal mehr sehr schnell von der Defensive in die Offensive um und es war Sven Andrighetto, der den US-Torhüter aus spitzem Winken zum 2:0 bezwang. „Wir haben die Beine bewegt“, meinte Pius Suter im SRF Interview der ersten Pause. Wenn man die Beine bewege, gewinne man Pucks und können Chancen kreieren, meinte der Torschütze zum 1:0 weiter.

Diese Einstellung der Schweizer Nati brachte ihr dieses quasi optimale 1. Drittel. Auch wenn Experten einen 2:0 Vorsprung als den gefährlichsten Vorsprung titulieren, so kann man nach diesem ersten Drittel konstatieren. Die Schweiz führt völlig zurecht und hatte die Sache bisher jederzeit im Griff.

A1uch zu Beginn des zweiten Drittels kamen die Schweizer zu einigen sehr guten Chancen. In der 25. Minute kassierte die Schweiz die erste Strafe. Roman Josi, der Captain, musste in der Kühlbox Platz nehmen und konnte zusehen, wie die Schweiz in Unterzahl stark agierte. Und wie die Schweiz diese Unterzahlsituation ohne Schaden überstand.

Sobald die Schweiz wieder vollzählig war, erarbeitete sie sich auch wieder Chancen. Im Vergleich zu ersten Drittel, in dem man sehr effizient gewesen war, liess die Nati die Chancen immer wieder mal liegen. Nach wie vor hatten die Schweizer das Geschehen aber im Griff. Die Schweiz, die übrigens auch schon an der WM letztes Jahr die US-Amerikaner mit 3:0 bezwungen hatten.

Und so neigte sich auch das zweite Drittel dem Ende zu und die Schweiz führte nach wie vor mit 2:0. Zuversicht war angesagt, wusste die Schweiz mit Leonardo Genoni einen top Goali in ihrem Rücken. Denn Leonardo Genoni stellte bei der Eishockey-WM 2025 einen beeindruckenden Weltrekord auf, indem er insgesamt 243:27 Minuten ohne Gegentor blieb. Dies ist die längste Shutout-Serie in der Geschichte der IIHF-Weltmeisterschaften.

Im dritten Drittel, genau in der 45. Minute kam dann die Schweiz zu ihrem ersten Überzahlspie und erarbeitete sich sogleich eine riesige Chance. Was danach kam, war dann allerdings nicht extrem genügend und schon gar nicht gefährlich. Und dann geschah das, wovor man sich fürchtete. Die USA konnten in der 49. Minute den Abschlusstreffer markieren. Alex Steeves hatte getroffen.

Und so standen nervenaufreibende letzte Minuten regulärer Spielzeit ins Haus. Einige Minuten später zeigte Leonardo Genoni, der Schweizer Torhüter, mit einem Monstersave, wie wichtig er für die Schweiz ist. Er, der seine mittlerweile 12. WM spielt. Die USA kamen nun aber zu mehr Spielanteilen und konnten die Scheibe immer wieder gefährlich vors Schweizer Tor bringen.

Wir schrieben die 57. Minute als die Nummer 17, Ken Jäger zum äusserst wichtigen 3:1 für die Schweiz traf. Die Schweiz hinderte in der Folge die Amerikaner dank einem sehr offensiv ausgelegten Spiel daran, ihren Torhüter rauszunehmen und durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen. 33 Sekunden  vor dem Ende vergab dann noch Sven Andrighetto allein vor dem Tor. Aber egal. Solange die US-Amerikaner kein Tor erzielten.

Die Schweiz unterstrich zum Ende noch einmal ihre Stärke, gelang es doch den USA  bis zum Schluss nicht, seinen Torhüter rauszunehmen. Das unterstreicht, was Pius Suter in der ersten Drittelspause sagte. „Wir haben die Beine bewegt“, und es kam gut. Zum besten Spieler seines Teams wurde schliesslich noch völlig zu Recht der Torhüter Leonardo Genoni gewählt. Er hatte die Seinen mit grossen Paraden immer wieder im Spiel gehalten.

„Die Energie, die Unterstützung der Fans hier drin, sowas habe ich noch nie erlebt,“ meinte Sven Andrighetto nach dem Spiel im SRF Interview. Der Start in die Heim-WM ist den Schweizern eindrücklich gelungen. Immerhin sind die USA dem amtierende Weltmeister und Olympiasieger. Die Freude auf die Heim-WM war schon seit einer Weile zu spüren, heute legte die Nati mit ihrer Leistung noch eine Schippe drauf. Wir wollen ja nichts verschreien und vorsichtig bleiben. Aber nach dem was wir heute gesehen haben, scheint der Weg bis zum 31. Mai, also bis ins Finale möglich. Träumen muss erlaubt sein.

USA – Schweiz 1:3 (2:0 |0:0 |1:1)

Tore:
0:1 | 3.| Pius Suter (Andrighetto, Moser)
0:2 | 12.| Sven Andrighetto (Malgin, Suter)
1:2 | 49.| Alex Steeves (Lindgren, Borgen)
1:3 | 57.| Ken Jäger (Knak, Kukan)

Zuschauer
10’000 Zuschauer (ausverkauft)
Swiss Life Arena, Zürich Altstetten

Alle Spiele vom Freitag, 15. Mai 2026:
Gruppe A:

Finnland – Deutschland 3:1 (1:0; 0:0; 2:1)
USA – Schweiz 1:3 (0:2; 0:0; 1:1) 

Gruppe B
Kanada – Schweden 5:3 (2:0; 1.3; 2:0)
Tschechien – Dänemark 4:1 (2:0; 0:0; 2:1)

 

 

 

Foto: SRF 2 (Live-TV)