
Die Spannung steigt zum Siedepunkt
Genf-Servette erzwingt gegen Lausanne eine Belle. Am Donnerstag kommt es im Léman-Derby unter den Augen des Genfer Adlers zur Entscheidung. Und auch Gottéron verhindert gegen die Lakers eine Blamage. Hier kommt es am Mittwoch in Freiburg zur Belle. Fertig sind hingegen die Playouts. Ambri gewinnt gegen Ajoie mit 4:0. Und Ajoie muss warten, ob La-Chaux-de-Fonds oder Sierre den Swiss League Final gewinnt. Denn wie eishockey-online.ch nachgefragt hat, kommt es nur bei einem Sieger zur Ligaqualifikation.
Am Montag Abend glich Gottéron die Serie gegen die Lakers wieder aus. Und nun steht es 3:3 in der Serie und es kommt zum alles entscheidenden letzten Spiel in Fribourg. Diese „Belle“ findet morgen Mittwoch statt. Gottéron gewann ein eigentlich völlig verrücktes Spiel. Die Freiburger starteten überlegen in die Partie und gingen bis Ende des ersten Drittels 0:2 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt stand das Schussverhältnis 6:12 zu Gunsten der Üechtländer. In den letzten 40 Minuten sah man allerdings nur noch ein Spiel auf ein einziges Tor, nämlich auf jenes von Gottéron. Die Lakers nahmen Gottéron unter Dauerbeschuss. Die Freiburger gaben innerhalb von 40 Minuten nur noch 4 (!!) Schüsse aufs Tor der Lakers ab.
Es half aber alles nichts. Das Zwischenresultat Ende des zweiten Drittels von 1:3 war dann auch das Schlussresultat. Auch in der Serie zwischen Lausanne und Genf führe ein ziemlich verrückte Partie zum Sieg der Genfer und damit zur „Belle“. Lausanne war bis zur 34. Minute durch zwei Tore von Dominik Kahun und eines von Drake Caggiula 3:0 in Führung gegangen. 33:55 waren also gespielt und Servette stand vor dem Aus. Der Genfer Trainer musste etwas tun. Und was macht man als Coach, wenn man ratlos ist. Ja, genau, man wechselt den Torhüter. Gesagt, getan. Stéphane Charlin ging vom Eis und wurde durch Robert Mayer ersetzt.
Und diese Massnahme zeigte wundersame Wirkung. Nur eine Minute später traf Jimmy Vesey zum 3:1. Und danach folgte die Riesen-Show von Genfs Finnen. Jesse Puljujärvi (47. Minute) und Vili Saarijärvi (50. Minuten) konnten das Geschehen ausgleichen. Und schliesslich war es Jesse Puljujärvi, der die Genfer in der 64. Minute erlöste und die sofortigen Ferien der Genfer verhinderte.
In den Playouts zwischen Ambri und Ajoie setzten sich erwartungsgemäss die Leventiner durch. Sie gewannen die heutige Partie mit 3:0 und die Serie damit mit 4:0. Ambri darf somit in die Ferien und Ajoie muss abwarten, ob es noch um den Ligaerhalt kämpfen muss. Ob Ajoie kampflos die Liga halten kann oder ob sie noch spielen müssen, wird vom Ausgang des Swiss League Finals zwischen Sierre und la Chaux-de-Fonds abhängen. Nach zwei Spielen steht diese Serie 1:1 unentschieden. Sierre gewann die erste Partie 6:3, La Chaux-de-Fonds die Zweite mit 5:4 nach Verlängerung.
La Chaux-de-Fonds verfügt über einen genehmigten Aufstiegsantrag. Setzen sich also die Neuenburger durch, kommt es zur Ligaqualifikation. Auch Sierre hatte einen Aufstiegsantrag gestellt, dieser war allerdings abgelehnt worden. Die Walliser haben nicht gegen diesen Entscheid rekurriert, sondern liessen verlauten, dass man mit der Liga im Gespräch bleiben wolle, um den Aufstieg doch noch möglich zu machen. Der abgelehnte Aufstiegsantrag ist allerdings gültig geblieben. „Diese Saison hat Sierre definitiv keine Aufstiegsberechtigung“, erklärt Denis Vaucher, der Direktor der National League auf Anfrage dieser Redaktion.
Die Spannung in der Meisterschaft ist also ungebrochen und eishockey-online.ch bleibt für euch am Puls des Geschehens.
Lakers – Fribourg 1:3 (0′:2; 1:1; 0:0) Serie 3:3
Lausanne – Genf 3:4 nV (1:0; 2;1: 0:2) Serie 3:3
Ajoie – Ambri 0:3 (0:1; 0:0; 0:2) Serie beendet, Ambri gewinnt 4:0, Ajoie muss in eine allfällige Ligaqualifikation
Chx-Fds – Sierre 5:4 nV (2:1; 1:3; 1:0) Serie 1:1