
Playoff Halbfinalauftakt – HC Davos und Fribourg-Gottéron nutzen Heimrecht
Playoff Halbfinal, Spiel Eins, von acht Teams auf vier Teams reduziert. In beiden Partien zwischen dem HC Davos (1.) und den ZSC Lions (4.) sowie zwischen Fribourg-Gottéron (2.) und Genève-Servette HC (3.) war neben den Protagonisten das Heimrecht ausschlaggebend. Simon Knak (Bild) entschied das Spiel in den Schlussminuten zugunsten des Rekordmeisters.
Eines ist klar. Wer unter den ersten Acht in der Tabelle am Ende der Qualifikation steht, hat die Möglichkeit Meister zu werden. Es gibt Geschichten von Achtplatzierten, die dies bereits geschafft haben. Diese Saison mussten die Teams auf den Rängen fünf bis acht bereits im Viertelfinale die Segel streichen. Die vier besten Mannschaften machen den Titel unter sich aus. Wenn man alleine auf die Regular Season schaut, müsste der Titel ins Landwassertal gehen. Aber der HC Davos war gestern nahe an einer Niederlage und doch schafften sie es mit dem ersten Sieg.
Beide Teams schenkten sich von Beginn weg nichts, denn beide wussten, wie wichtig ein guter Start in dieser Serie sein wird. Bereits nach gut zwei Minuten sah man mehr als vier harte Checks, die die Intensität dieser Serie unterstreichen. Und Matej Stransky brachte den HCD bereits in der sechsten Minute in Führung. Bis zur Pause blieb es bei dieser knappen Führung für das Heimteam.
Im Mittelabschnitt doppelte Filip Zadina mit einem Penalty nach, nachdem Jesper Frödén diesen selbst verursacht hat. Wer jetzt gedacht hat, es werde ein leichtes Spiel für den HCD, irrte sich gewaltig. Eine Strafe gegen Chris Egli sorgte für das Auferstehen der ZSC Lions. Die Stadtzürcher, die in den diesjährigen Playoffs noch nie zwei Tore im Rückstand lagen, erzielten durch Chris Baltisberger den Anschlusstreffer. Der Vorsprung der Davoser schrumpfte.
Der Beginn des Schlussabschnitts gehörte den Gästen. Erneut war es Chris Baltisberger, der zum Helden für die ZSC Lions wurde. Er glich das Spiel mit dem 2:2 aus. Nun war es ein Spiel auf Messers Schneide. Nach wie vor hochspannend und intensiv, aber jeder Fehler, jede Strafe, jede Unachtsamkeit konnte nun entscheidend sein. Der Zuschauer hätte wohl schon mit einer Verlängerung gerechnet. Es wäre durchaus fair gewesen nach diesem Spiel, in dem auch beide Torhüter, Sandro Aeschlimann beim HCD und Simon Hrubec beim ZSC, einen Top-Job machten.
Doch dann kam die 57. Spielminute. Die Davoser waren im Angriffsdrittel und die Lions gaben Simon Knak zu viel freies Eis. Der zukünftige ZSC-Stürmer zog einfach ab und traf zum vielumjubelten 3:2 für den HCD. Nun musste Marco Bayer reagieren und nahm Hrubec vom Eis. Doch es war Matej Stransky, der mit seinem Empty-Net-Treffer den Sieg ins Trockene brachte. Was für ein Spiel, das auf beide Seiten hätte kippen können. Nun sind die Lions zuhause gefordert.
Im anderen Halbfinalspiel zwischen Fribourg-Gottéron und dem Genève-Servette HC gelang den Genfern im Mittelabschnitt die Führung durch Jesse Puljujärvi. Fribourg-Gottéron glich kurz darauf durch Attilio Biasca aus, der im Slot vergessen ging. Es war lange ein ausgeglichenes Spiel bis Roger Karrer in der 49. Minute den Puck an der blauen Linie vertändelte, Christoph Bertschy los stürmte und Stéphane Charlin im Tor der Grenats ohne Chance liess. Das 3:1 von Nathan Marchon fiel dann noch ins leere Tor. Somit konnte sowohl der HC Davos als auch der HC Fribourg-Gottéron von seinem Heimrecht Gebrauch machen.
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