
HC Davos sichert sich zwei Matchpucks
Was für ein Spiel! Davos kämpft sich nach einem 0:3-Rückstand eindrücklich zurück, dreht die Partie zwischenzeitlich und setzt sich in der Verlängerung durch. Matchwinner Tambellini trifft im Powerplay – und sichert dem HCD den ersten Matchpuck im Final.
Die Partie startete ohne Abtasten – mit hoher Intensität von Beginn an. Davos setzte früh erste Akzente, doch die gefährlichste Chance gehörte Fribourg: De la Rose scheiterte in der 2. Minute an Aeschlimann, der erstmals stark eingreifen musste. Die erste Überzahl gehörte den Gästen (6.), und kurz nach Ablauf der Strafe jubelte Fribourg – vermeintlich, denn Davos nahm die Coaches Challenge und bekam Recht: Offside, kein Tor. Der erste Treffer für Fribourg fiel wenig später dennoch. Marchon und Sörensen tauchten im zwei-gegen-eins vor Aeschlimann auf, der beim Abschluss von Sörensen keine Chance hatte (8.). Fribourg nutzte das Momentum konsequent und legte im Powerplay nach (12.). Josh Holden reagierte mit einem frühen Time-out – es galt, aufzuwachen, um nicht weiter unter die Räder zu kommen. Die Bündner fanden aber zunächst kein Mittel gegen den Druck der Gäste. Fribourg dominierte, setzte sich immer wieder in der Offensivzone fest und nutzte die Davoser Fehler eiskalt aus – bis zum 0:3 innerhalb von 15 Minuten. Erst in den letzten Minuten des Drittels kam der HCD besser ins Spiel. 34 Sekunden vor der Pause gelang der wichtige Anschlusstreffer: Corvi bereitete, wie man es von ihm kennt, mit Übersicht vor und Andersson brachte nach Zuspiel von Frick Davos zurück in die Partie (19.).
Die Reaktion des HCD liess nicht lange auf sich warten: Nach nur 2:23 Minuten im zweiten Drittel traf Frehner zum 2:3-Anschluss. Im Anschluss konnten die Bündner das erste Mal in Powerplay ran. Und plötzlich stand das ganze Stadion, als die Kurve, «Steht auf, wenn ihr Davoser seid», anstimmte. Die Spannung hielt kaum mehr jemanden auf dem Sitz. Der Ausgleich lag in der Luft – und fiel wenig später: Jung traf zur Spielmitte zum 3:3. Doch damit nicht genug. Getragen von der Euphorie legte Davos nach: Corvi und Stransky kombinierten sich zur Führung, der Captain traf in der 35. Minute zum 4:3 und sorgte für Ekstase auf den Rängen. Die Partie blieb wild. Kaum war Davos in Front, schlug Fribourg im Powerplay zurück und glich zum 4:4 aus (36.). Nach einem verrückten zweiten Drittel, gings damit in die Pause.
Die beste Chance in der Anfangsphase des dritten Drittels hatte Filip Zadina, der nur den Pfosten traf. Wer wird der Held an diesem Abend, lautete die Frage, je länger das Spiel ausgeglichen blieb. Ein Kandidat, der sich für den HCD aufdrängte: Zadina. Der Tscheche vermochte es, sich immer wieder durchzutanken und gefährlich zum Abschluss zu kommen. Dorthe hätte es 2.30 Minuten vor Ende für Fribourg werden können, als dieser alle Davoser stehen liess, Seiler vergab in der nächsten Szene an Aeschlimann, der strak parierte. Die Entscheidung: «Vertagt». Es ging in die Verlängerung.
Das Schlussdrittel blieb lange ausgeglichen. Die beste Chance in der Anfangsphase hatte Zadina, der nur den Pfosten traf. Mit zunehmender Spieldauer stellte sich die Frage nach dem Matchwinner. Auf Davoser Seite drängte sich zum Beispiel Zadina auf, der immer wieder mit Tempo für Gefahr sorgte und Abschlüsse suchte. Doch auch Fribourg kam zu seinen Möglichkeiten: 2:30 Minuten vor Schluss setzte sich Dorthe stark durch, kurz darauf scheiterte Seiler an einem glänzend reagierenden Aeschlimann. Die Entscheidung fiel in der regulären Spielzeit nicht – Spiel 5 musste in der Verlängerung entschieden werden.
Davos kam früh in der Verlängerung zum Powerplay. Tambellini wird zum Matchwinner und sichert dem HCD den ersten Matchpuck! WHAT a GAME!
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