
HCD-Meisterparty vertagt
Davos verpasst den ersten Meisterpuck knapp: Trotz klarer Spielanteile und spätem Ausgleich durch Knak muss sich der HCD in Spiel 6 nach Verlängerung geschlagen geben. Fribourg nutzt seine Chance in der Overtime und erzwingt damit ein alles entscheidendes Spiel 7.
Ohne Änderungen im Line-up reiste Davos zu Spiel 6 nach Fribourg – mit der Chance, die Finalserie zu entscheiden. Die Partie begann intensiv und temporeich, ganz im Stil von Spiel 5. Früh sorgte Fribourg erstmals für Verkehr vor Aeschlimann (2:30), ehe Davos seinerseits eine Druckphase aufziehen konnte. Das Spiel wogte hin und her, auf einen Angriff, folgte der Gegenstoss. Die erste Strafe des Abends traf den HCD (6.) – und diesmal nutzte Fribourg die Gelegenheit konsequent: Sprunger traf im Powerplay zur Führung und brachte damit erstmals in dieser Serie das Heimteam in Front. Kurz darauf musste Davos erneut in Unterzahl ran (9.), doch dieses Mal hielt das Boxplay stand. Davos drückte auf den Ausgleich – Chancen wären zu Genüge da gewesen, doch Fribourg konnte die knappe Führung mit in die erste Pause nehmen.
Wegen zu vielen Spielern auf dem Eis handelte sich der HCD gleich zu Beginn des zweiten Drittels gleich die nächste Strafe ein. Gottéron liess sie ungenutzt. Bei 5 gegen 5 übernahm der HCD dann klar das Spieldiktat. Über weite Strecken spielte sich das Geschehen in der Zone von Fribourg ab, Davos setzte sich fest und liess den Gegner müde laufen. der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit. Dass Fribourg sein Time-Out nahm, zeugte vom Davoser Druck. Der Zusammenzug bewirkte, dass Fribourg das Spiel zwischenzeitlich weg von Berra lenken konnte, nahm aber die erste Strafe. Die Chance für Davos, endlich auszugleichen – doch die letzte Effizienz fehlte. Mit jeder verstrichenen Minute wurde die Partie zur Geduldsprobe, bei ohnehin schon hoher Spannung. Auch eine weitere Überzahl in den letzten zwei Minuten des Drittels brachte nicht den ersehnten Treffer. Trotz klarer Spielanteile blieb Davos ohne Tor – und lief weiterhin einem knappen Rückstand hinterher.
Davos liess in Drittel Nummer drei ein weiteres Powerplay ungenutzt, als noch 13:48 Minuten zu spielen auf der Uhr standen. Zuvor war es Aeschlimann, der sein Team im Spiel hielt und weiter vom Titelsieg am heutigen Abend träumen liess, als er gegen einen Solovorstoss von Wallmark, in Unterzahl parierte. Weil auch Fribourg ein nächstes Powerplay nicht verwerten konnte, stand es auch nach 52 Minuten noch 1:0. Und dann, drei Minuten vor Ende war es Simon Knak, der endlich den erlösenden und verdienten Ausgleich für den HCD schoss und damit die Verlängerung in Spiel 6 erzwang.
Die Verlängerung und die Frage nach dem Helden des Abends … er hiess Jeremi Gerber für Fribourg-Gottéron, der damit die Belle am Donnerstag in Davos erzwingt.
Foto: eishockey-online.ch / Archiv